Aktuelles

Neuer Verlag für die Zeitschrift „Kirche und Israel“

(September 2017)

Die Zeitschrift „Kirche und Israel“, deren Herausgeberkreis Prof. Henrix angehört, wurde 31 Jahre lang von der Neukirchener Verlagsgesellschaft verlegt. Dieser Verlag hat sein wissenschaftlich-theologisches Programm an den Göttinger Verlag Vandenhoeck @ Ruprecht, Göttingen verkauft – mit der Folge, dass die Zeitschrift „Kirche und Israel“ mit ihrem aktuellen, 32. Jahrgang 2017 im Verlag Vandenhoek @ Ruprecht erscheint. Die Zeitschrift wurde von Rolf Rendtorff begründet und bietet Impulse für den christlich-jüdischen Dialog. Sie gilt im deutschsprachigen Raum als die theologische Zeitschrift für christlich-jüdische Beziehungen.

„Martin Luther und die Juden. Eine katholische Sicht“

(September 2017)

Prof. Henrix wurde von Pfarrerin Sylvia Engels, Ansprechpartnerin in der ökumenisch getragenen Aachener Citykirche St. Nikolaus u.a. für geistliche Veranstaltungen und den Holocaust-Gedenktag gebeten, zum ausklingenden 500jährigen Luther- bzw. Reformationsjubiläum zum Thema „Martin Luther und die Juden. Eine katholische Sicht“ zu referieren. Der Abend findet am Dienstag, 26. September, um 19:30 Uhr in St. Nikolaus statt.

Universitätslehrgang „Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess“ in Salzburg

(September 2017)

Die Universität Salzburg veranstaltet gemeinsam mit der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule – Edith Stein und St. Virgil Salzburg einen dreijährigen Universitätslehrgang „Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess 2016 – 2019“. Prof. Henrix wird im Oktober 2017 gemeinsam mit Michel Bollag (Zürich) eine Seminareinheit halten.

Gastvorlesung an der Universität Bonn

(Juli 2017)

„Ein Wandel – ohne historische Parallele“ – mit diesem Zitat von Rabbiner David Rosen kennzeichnete Prof. Henrix die jüngsten Entwicklungen in der Beziehung von Kirche und Judentum. Im Festsaal der Universität Bonn traf er mit seiner Gastvorlesung vom 6. Juli auf eine interessierte Hörerschaft. Prof. Albert Gerhards, Liturgiewissenschaftler der katholisch-theologischen Fakultät der Universität, hatte ihn im Rahmen seiner Seminarreihe „Liturgiewissenschaftliche Perspektiven auf das Christentum in seinem Verhältnis zum Judentum und zu anderen Religionen“ eingeladen. Henrix erläuterte, dass das 50jährige Jubiläum der Konzilserklärung „Nostra Aetate“ von 1965 zu überraschenden Dokumenten aus dem orthodoxen Judentum geführt habe, welche die Entwicklung der Beziehung der Kirchen zum Judentum positiv und konstruktiv würdigten. Zugleich vergegenwärtigte er Schwerpunkte der aktuellen theologischen Diskussion, auf die u.a. Papst Franziskus als ein theologischer Akteur anregend einwirke.

Mandat zur Vertretung der Deutschen Bischofskonferenz im Beirat der Internationalen Martin-Buber-Stiftung erneuert:

(Mai 2017)

In einem Brief teilte Bischof Dr. Ulrich Neymeyr (Erfurt), Vorsitzender der Unterkommission der Deutschen Bischofskonferenz für die religiösen Beziehungen zum Judentum, Prof. Henrix mit, dass die Unterkommission ihn gebeten habe, die Aufgabe des Vertreters der Deutschen Bischofskonferenz im Beirat der Martin-Buber-Stiftung für weitere vier Jahre wahrzunehmen. Zweck der Internationalen Stiftung ist es, den Internationalen Rat der Juden und Christen (ICCJ) bei seinen Aufgaben zu unterstützen. Der ICCJ ist der internationale Dachverband von etwa 40 nationalen christlich-jüdischen Dialogorganisationen und hat seinen Sitz im Martin-Buber-Haus in Heppenheim.


Kardinal Miloslav Vlk - unter hoher Beteiligung der europäischen Öffentlichkeit im St. Veits-Dom zu Prag beigesetzt:

(März 2017)

Der langjährige Prager Erzbischof Miloslav Kardinal Vlk starb am 18. März 2017 im Alter von 84 Jahren. In einer bewegenden liturgischen Feier im vollbesetzten Prager St.-Veits-Dom am 25. März nahmen die Kirche und die tschechische Öffentlichkeit Abschied von dieser herausragenden Persönlichkeit. Nicht nur als Vorsitzender der Europäischen Bischofskonferenz hat Kardinal Vlk sich für die europäische Integration Tschechiens eingesetzt. Er trat nachdrücklich für die Aussöhnung von Tschechen und Deutschen ein. Seine Verdienste wurden mehrfach geehrt, so auch mit dem Kulturpreis Karl IV. des Kulturvereins Aachen Prag. Die Laudatio zur Preisverleihung im Quadrum des Aachener Domes hielt Prof. Henrix, der an der Beerdigungsfeier im Prager Dom als Vertreter der Adalbert-Stiftung Krefeld und aus persönlicher Verbundenheit mit dem Verstorbenen teilnahm.

Hier zum Wort des Gedenkens


Irrtümer aufklären – das Judentum verstehen. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern arbeitet der Basis zu:

(März 2017)


Kurz nach seinem Erscheinen wurde er bei Amazon als Bestseller gemeldet: der im Auftrag des Gesprächskreises „Juden und Christen“ beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken veröffentlichte Band „Von Abba bis Zorn Gottes“. Prof. Hans Hermann Henrix war einer der Mitwirkenden bei der Erarbeitung des Buches zur Aufklärung von Irrtümern und Vorurteilen.

In den zurückliegenden Jahrzehnten ist es zu einer grundlegenden Neubesinnung der Kirchen in ihrem Verhältnis zum Judentum gekommen. Dennoch sind nach wie vor alte Vorstellungen in den Gemeinden und bei den Gläubigen anzutreffen – ob es die Vorstellung vom „zornigen Gott“ im Alten Testament ist oder das vorurteilbesetzte Verständnis der „Pharisäer“. Der Band klärt kurz, präzis und verständlich unter 57 Schlagwörtern von A bis Z Irrtümer auf und bietet überraschende Erkenntnisse zur Bibel und zur Beziehung von Christentum und Judentum.

Zum Buch bei Amazon geht's hier


Online-Dokumentation "Die Kirchen und das Judentum" frei zugänglich:

(Januar 2017)


Als wichtiges Quellenwerk für die wissenschaftliche Bearbeitung der Fragen der Beziehung der Kirchen zum jüdischen Volk haben sich zwei umfangreiche Dokumentationen bewährt, die zugleich die Bemühungen um eine neue Kultur der Beziehung zwischen Christentum und Judentum belegen und alle Dokumente in Deutsch präsentieren: Rolf Rendtorff/Hans Hermann Henrix (Hg.), Die Kirchen und das Judentum. Band I: Dokumente von 1945 bis 1985, Paderborn/Gütersloh 2001 und Hans Hermann Henrix/Wolfgang Kraus (Hg.), Die Kirchen und das Judentum. Band II: Dokumente von 1986 bis 2000, Paderborn/Gütersloh 2001. Sie werden in der Literatur vielfach zitiert und bleiben als Grundlagenwerk unverzichtbar und werden nachhaltig konsultiert.

Die Bemühungen um die Pflege, Reflexion und Weiterentwicklung der Beziehung der Kirche zum Judentum sind aber auch nach dem Jahr 2000 weitergegangen. Man kann von einer vorwärtsweisenden Lebendigkeit in der Beziehung zwischen den Kirchen und dem Judentum und jüdischem Volk sprechen. Die seither entstandenen Texte und Dokumente werden in einer Online-Fassung in deutscher Version dokumentiert und zugänglich gemacht: Hans Hermann Henrix/Reinhold Boschki (Hg.), Die Kirchen und das Judentum. Band III: Dokumente von 2000 bis heute – Digitale Version.


Kontakte aktualisiert und Kenntnis der jüdischen Vielfalt vertieft. Erfahrungen einer Reise des ZdK-Präsidiums nach Jerusalem:

(Dezember 2016)

 
Als Mitglied des ZdK-Gesprächskreises „Juden und Christen“ nahm Prof. Henrix an der Reise des ZdK-Präsidiums und des Gesprächskreises vom 30. Oktober bis 3. November 2016 nach Jerusalem und Tel Aviv teil. Im Mittelpunkt der Reise stand das Anliegen, die Kontakte mit Persönlichkeiten und Institutionen, welche sich in Israel am jüdisch-christlichen Dialog beteiligen, zu aktualisieren, die Kenntnis der Vielfalt des Judentums zu vertiefen und die Christen im Heiligen Land zu stärken. Die Begegnungen und Gespräche intensivierten den Dialog, das Verständnis, das Vertrauen und den gegenseitigen Respekt. Ein emotionaler Höhepunkt der Reise war die Kranzniederlegung durch die jüdisch-katholische Delegation in der Gedenkhalle der internationalen Holocaust-Gedenkstätte Jad WaSchem durch ZdK-Präsident Prof. Dr. Thomas Sternberg, Dagmar Mensink, der Vorsitzenden des Gesprächskreises, und Rabbiner Edward van Voolen. Dieser sprach für den Gesprächskreis das jüdische Totengebet.

Reise einer Delegation des ZdK-Präsidiums und Gesprächskreises „Juden und Christen“ nach Jerusalem:

(November 2016)


Eine Delegation des ZdK-Präsidiums und des Gesprächskreises "Juden und Christen" beim ZdK reist vom 29. Oktober 2016 bis 3. November 2016 nach Jerusalem. Prof. Henrix ist Mitglied der Delegation. Der seit über 45 Jahren bestehende Gesprächskreis wird die bevorstehende Reise zu umfangreichen wie neuen Vernetzungen nutzen. Neben dem Besuch der internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem sind Gespräche mit jüdischen und christlichen Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Theologie, Politik und Gesellschaft geplant, die sich unter anderem mit dem Verhältnis von Staat und Religion befassen werden.

Mandat als Berater der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum der Deutschen Bischofskonferenz beendet:

(Oktober 2016)


In einem Brief vom 20. Oktober 2016 teilte Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Prof. Henrix mit, dass mit Ablauf der fünfjährigen Arbeitsperiode der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum seine Tätigkeit als Berater der Kommission ihren Abschluss gefunden hat. Prof. Henrix war seit 1979 in der Unterkommission tätig. In diesen 37 Jahren der Mitwirkung war Prof. Henrix mit einer Vielzahl von Aufgaben, Themen und Projekten konfrontiert. Sie reichten von Entwürfen für Ansprachen von Papst Johannes Paul II. über pastorale Handreichungen bis zu Abstimmungen mit anderen Bischofskonferenzen zum Verhältnis von Kirche und Judentum.

Als Printausgabe vergriffen, aber Besprechungen erscheinen weiter:

(Juli 2016)


Die Druckausgabe des Buches „Christus im Spiegel anderer Religionen“, Lit-Verlag Münster/Berlin 2014, ist zwar vergriffen, aber das Buch, das nach wie vor als E-Book zugänglich ist, erfährt weitere Besprechungen. So hat die Zeitschrift „Freiburger Rundbrief. Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung“ in ihrem dritten Heft des Jahrgangs 2016 eine Rezension vorgelegt. Matthias Blum, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, geht in seiner Rezension ausführlich auf die Kapitel zu Christus im Spiegel des Judentums bzw. des Islam ein und fasst seinen Analyse zusammen: „Die lesenswerten Darstellungen bieten für die Wahrnehmung Christi im Spiegel anderer Religionen eine Fülle von Anregungen.“

Weitere Besprechung von "Zuspruch aus fremden Quellen" erschienen:

(April 2016)

In ihrem zweiten Heft des Jahrgangs 2016 veröffentlichte die Zeitschrift „Freiburger Rundbrief. Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung“ eine Besprechung des Buches „Zuspruch aus fremden Quellen“. Simon Lauer, viele Jahre Professor am Institut für Jüdisch-Christliche Forschung der Universität Luzern, kommentiert und analysiert in seiner Rezension einzelne Persönlichkeitsskizzen und meint zusammenfassend: „Hans Hermann Henrix hat uns mit diesem Sammelband einen reichen Schatz an Persönlichkeiten und Ideen geschenkt, der nicht so rasch auszuschöpfen ist.“

Kathpress-Interview anlässlich eines Gastvortrags an der Universität Wien:

(Januar 2016)

Einen Gastvortrag von Prof. Hans Hermann Henrix an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien nahm die Katholische Presseagentur Österreich zum Anlass eines Interviews zur Beziehung zwischen der katholischen Kirche und dem Judentum. Die Tendenz der Interviewaussagen fasste sie in der Überschrift zusammen: „Theologe sieht große Fortschritte im Dialog Kirche – Judentum“. Kirche und Christentum seien „ohne positiven Grundbezug zum Judentum nicht denkbar“. Diese Haltung sei jedoch ein Novum in der Kirchengeschichte, sei doch über eine lange Phase der Vergangenheit die Kirche dem Judentum gegenüber feindselig gegenübergestanden. Henrix erläuterte die Tendenz und zentrale Aussagen der beiden Dokumente, welche durch das 50jährige Jubiläum der Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen angestoßen wurden. Am 10. Dezember 2015 hatte die Vatikanische Kommission für die religiösen Beziehungen zu den Juden theologische Reflexionen veröffentlicht, die u.a. von einer prinzipiellen Ablehnung einer institutionellen Judenmission sprachen. Eine Woche zuvor hatte eine Gruppe von etwa 30 orthodoxen Rabbinern am 3. Dezember 2015 ein Dokument der Öffentlichkeit vorgestellt, welches in einem positiven Grundton die Kirche theologisch würdigt. Das Christentum sei weder ein Unfall noch ein Irrtum, „sondern von Gott gewollt und ein Geschenk an die Völker“.

Lehrveranstaltungen aus Anlass des 50jährigen Jubiläums der Konzilserklärung „Nostra Aetate“ gehen weiter:

(Januar 2016)

Die Reihe von Vorlesungen und Seminaren zum 50jährigen Jubiläum der Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen „Nostra Aetate“ vom 28. Oktober 1965 wird im neuen Jahr fortgesetzt. So veranstaltet das Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien ein Seminar und einen Vortrag am 11. bzw. 12 Januar 2016, wozu Prof. Henrix als Gastreferent eingeladen ist. Und das Seminar für Katholische Theologie der Universität Siegen bietet im laufenden Wintersemester eine Seminarreihe zur Geschichte der Beziehung von Christentum und Judentum an, in deren Rahmen Prof. Henrix am 22. Januar über jüdische Reaktionen auf das Konzil und seine Wirkungsgeschichte referieren wird.

Besprechung (Oktober 2015):

Christus im Spiegel anderer Religionen

Mit der Frage „Gibt es ein Gegenwärtig-Sein Jesu Christi in den nichtchristlichen Religionen?“ überschreibt die Wochenzeitschrift „Christ in der Gegenwart“ die Besprechung von Werner Trutwin. Der Rezensent kommt zu dem Fazit: „Das Buch ist vor allem für religionswissenschaftlich und theologisch interessierte Leser anregend und gibt denen, die sich manchmal fragen, was die Theologie heute eigentlich noch Neues macht, eine aufschlussreiche Antwort.“

 

Benoit Standaert OSB, belgischer Neutestamentler mit langjähriger interreligiöser Erfahrung, hat das Buch für die Zeitschrift „Kirche und Israel“ in der Rubrik „Das besondere Buch“ besprochen. Er meint u.a.: Der Autor engagiert sich „mit seiner Erfahrung im ‚ersten‘ Dialog [nämlich mit dem Judentum] auch in der Begegnung mit den anderen Religionen… Das Wichtige an dieser Grundhaltung ist, sich nicht zu fürchten, das zu erwähnen, was uns unterscheidet und gar trennt, und gleichzeitig das aufzufinden, was uns verbinden könnte.“ Das Buch von Henrix führe dazu, „sich mit Empathie für den Christus zu interessieren, der in den anderen Religionen lebt. Das ist eine neue ‚Berufung‘, die in der Kirche einzuüben ist. Ihre Herausforderung ist da, und zwar jeden Tag … weltweit in den Medien von heute. Henrix öffnet eine Bresche und bietet ein belebendes Paradox: zusammen zu leben, ohne die Unterschiede zu verstecken und dennoch stets noch mehr das wertzuschätzen, was die Menschen einander näher bringt.“


Vielfache Inanspruchnahme durch das 50-jährige Jubiläum der Verabschiedung der Konzilserklärung „Nostra Aetate“

(September 2015)


Das Zweite Vatikanische Konzil verabschiedete am 28. Oktober 1965 seine Erklärung über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen „Nostra Aetate“ – eine Erklärung, die zu grundlegenden Verbesserungen besonders in der Beziehung zum Judentum führte und eine intensive Rezeption erfuhr. Ein Ausdruck dieser Entwicklungen ist es, dass eine Reihe theologischer Fakultäten bzw. Institute für die Theologie aus diesem Anlass Symposien, Konsultationen und Kolloquien veranstalten – so nach Veranstaltungen der theologischen Fakultäten Bonn und Graz im letzten Jahr nun in den nächsten Monaten Fakultäten bzw. Institute in Würzburg, Augsburg und Oldenburg. Prof. Henrix ist um Beiträge zur Genese bzw. Wirkungsgeschichte der Konzilserklärung gebeten. Als Mitglied der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum der Deutschen Bischofskonferenz nimmt er auch an einem Rom-Besuch der Unterkommission am 9./10. September teil. Die Unterkommission besucht die römische Synagoge und führt ein Gespräch mit Oberrabbiner Riccardo Di Segni. Sie wird bei einer Begegnung mit der deutschen Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan, aktuellen Fragen im Bereich von Glaube, Kirche und Politik nachgehen und mit den Verantwortlichen des Päpstlichen Bibelinstituts Perspektiven der Rezeption von „Nostra Aetate“ in der Kirche und Theologie sowie bei den Gläubigen erörtern.


Treffen mit Kardinal Karl Lehmann am 29. April 2015 in Mainz:


Im Rahmen seiner Aufgabe als Mitglied des Beirats der Internationalen Martin Buber-Stiftung hatte Professor Henrix ein Treffen des Vorstands und Beirats der Stiftung mit Kardinal Karl Lehmann am 29. April 2015 in Mainz vorbereitet. Zweck der Stiftung ist es, den Internationalen Rat der Christen und Juden bei seinen Aufgaben zu unterstützen. Die Stiftung hat ihren Sitz im Martin-Buber-Haus (siehe Foto) in Heppenheim. Heppenheim gehört unter kirchlichem Aspekt zum Bistum Mainz. So war das Anliegen der Begegnung die Pflege der Beziehung zum Bistum Mainz und zu seinem Bischof. Kardinal Lehmann zeigte sich über das aktuelle Verhältnis der Kirchen zur jüdischen Gemeinschaft bestens informiert und bekundete sein Interesse an den Projekten und Perspektiven des Internationalen Rats der Christen und Juden.


Lehrtätigkeit in der Donau-Universität Krems:


Die Donau-Universität Krems – eine österreichische Universität der Weiterbildung – hatte Professor Hans Hermann Henrix eingeladen, gemeinsam mit Prof. Dr. Daniel Krochmalnik von der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, einen Lehrgang „Einführung in den jüdisch-christlichen Dialog“ vom 23. bis 25. April 2015 zu verantworten. Die meisten der etwa 20 Studierenden des Lehrgangs, der in Heidelberg stattfand, waren Christen. Aber es nahmen im Rahmen des Masterstudiengangs zum interreligiösen Dialog auch jüdische und muslimische Studierende teil. Neben dem Imam saß die evangelische Religionspädagogin und neben dem jüdischen Journalisten die katholische Professorin der Pastoraltheologie. Prof. Henrix sprach über die Last der Geschichte, die mit dem Auseinandergehen der Wege zwischen Judentum und Christentum begann und in der abgrundtiefen Schoa im letzten Jahrhundert kulminierte. Umso erstaunlicher ist der Prozess der Umkehr und Erneuerung, den Prof. Henrix mit der Darstellung und dem Inhalt der Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils zur Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen vom 28. Oktober 1965 erläuterte. Weitere Themen waren der Prozess der Weiterführung der Konzilserklärung durch das Lehramt und die Theologie.


Moderation eines Treffens von Vertretern der Kirchen und des Judentums in Ludwigshafen (März 2015):


Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz, des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Allgemeinen und der Orthodoxen Rabbinerkonferenz trafen sich am 9. März 2015 in Ludwigshafen. Ihren Austausch moderierte Prof. Hans Hermann Henrix.  Bei ihrem Treffen zogen Kirchenvertreter/innen und Rabbiner/innen eine Bilanz der christlich-jüdischen Beziehungen und tauschten Überlegungen zur zukünftigen Entwicklung aus – und zwar 50 Jahre nach der Erklärung „Nostra aetate“ des Zweiten Vatikanischen Konzils, 40 Jahre nach dem Text der EKD „Juden und Christen I“ und 15 Jahre nach der jüdischen Erklärung „Dabru Emet“. Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit hatte die Tradition dieses Treffens 2006 angeregt. Das Treffen von Ludwigshafen war die zehnte Begegnung dieser Tradition.

Eine Pressemeldung der Bischofskonferenz  fasste den Austausch zusammen: „Zu den positiven Entwicklungen zählten die Gesprächspartner die stabilen und vertrauensvollen Beziehungen zwischen Kirchenleitungen und Vertretern jüdischer Organisationen, die sich auch in konflikthaften Phasen bewährt haben. Ausdrücklich wurde die Arbeit der über 80 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit gewürdigt. In keinem anderen Land bestehen auf lokaler Ebene so enge Kontakte zwischen Juden und Christen.

Trotzdem bleiben Desiderate. Es komme zukünftig darauf an, betonten die Teilnehmer übereinstimmend, die Erkenntnisse aus dem christlich-jüdischen Dialog noch stärker in den Gemeinden zu verbreiten und in der Theologenausbildung zu verankern. Vor allem müsse die jüngere Generation für eine Zusammenarbeit gewonnen werden. Hier könnten z. B. gemeinsame soziale Projekte attraktiv sein.

Ein wichtiges Thema des Treffens war der Antisemitismus, der auch in Deutschland deutlich spürbar ist. Bischof Heinrich Mussinghoff (Aachen) und der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, hoben gemeinsam die Verantwortung der Kirchen hervor, in den Gemeinden und in der Öffentlichkeit gegen antisemitische Vorurteile Stellung zu nehmen und über alte und neue Formen des Judenhasses im Schulunterricht oder in der Jugendarbeit aufzuklären. Der jüdische Alltag sei ein Seismograph für die freiheitliche und zivile Verfassung einer Gesellschaft.“

Neuerscheinung (Dezember 2014):

Der LIT-Verlag hat in seiner Reihe „Forum Christen und Juden“ als Band 12 den Titel „Christus im Spiegel anderer Religionen“ von Hans Hermann Henrix vorgelegt


Der Klappentext stellt das Thema und den Inhalt des neuen Buches so vor: „Zum Christentum gehört die Tradition der Abgrenzung, Abwertung und Zurückweisung von anderen Religionen. Für die katholische Kirche hat das Zweite Vatikanische Konzil in seiner Erklärung über die Beziehung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen ‚Nostra Aetate‘ vom 28. Oktober 1965 aber eine offenere Haltung eröffnet. Zu dieser gehört eine Aufmerksamkeit dafür, ob und wie in anderen Religionen ein Interesse an Jesus Christus begegnet. Gibt es so etwas wie ein Gegenwärtig-sein Jesu Christi in den anderen Religionen? Wäre es ein fremder Christus, der christlichen Gläubigen gleichwohl zu einem Zuspruch und Anruf werden kann?
‚Christus in anderen Religionen‘ möchte andere Religionen - besonders das Judentum, den Islam sowie den Hinduismus und Buddhismus - als ‚Resonanzräume‘ für die christliche Botschaft verstehen und sie als fremde Orte der Begegnung mit Christus würdigen.“

Das Buch ist aus einer Vorlesungsreihe im Sommersemester 2013 im Rahmen einer Gastprofessur an der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Salzburg hervorgegangen. Es umfasst 184 Seiten und ist über den Buchhandel oder online erhältlich.

Hier erhältlich



Besprechung "Zuspruch aus fremden Quellen" (02. November 2014):

Eine lesenswerte Besprechung von „Zuspruch aus fremden Quellen“ erschienen


In ihrer Ausgabe vom 26. Oktober 2014 bietet die anerkannte katholische Wochenzeitschrift Christ in der Gegenwart eine lesenswerte Besprechung des Buches von Professor Hans Hermann Henrix „Zuspruch aus fremden Quellen. Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Judentum und Christentum“. Der bekannte Religionspädagoge und Theologe Werner Trutwin nennt das Buch „eine gute Einführung in den jüdisch-christlichen Dialog“. Mit seinen Erzählungen von seinen Begegnungen mit jüdischen Gesprächspartnern liefert Henrix „ein lebendig und anschaulich gezeichnetes, ‚anderes‘ Panorama der Geschichte des jüdisch-christlichen Dialogs“. Der Rezensent zählt den Autor „zu den am meisten engagierten und kenntnisreichen europäischen Fachleuten auf diesem Gebiet“.

Beteiligung an einer Ringvorlesung des neuen Studiengangs „Katholische Theologie“ an der Universität Hamburg (6. September 2014):

 
Mit dem Wintersemester 2014/15 beginnt an der Universität Hamburg ein neu eingerichteter Studiengang „Katholische Theologie“. Als neu berufene Professorin hat Prof. Dr. Christine Büchner die Institutsleitung. Die Institutsleiterin hat als ein Element zum Aufbau des Instituts und zur Werbung für das Fach der katholischen Theologie eine Ringvorlesung mit dem Titel „Theologie im Gespräch“ geplant. Prof. Hans Hermann Henrix wird im Rahmen der Ringvorlesung am 6. November 2014 zum Thema „Christentum und Kirche nicht ohne Judentum – Theologie im Gespräch mit den Religionen: jüdisch-christlicher Dialog heute“ sprechen.


Vergangenheit, die nicht vergeht (01. September 2014):

Podiumsdiskussion in der Wolfsburg


Am 01. September wird Prof. Henrix an einer Podiumsdiskussion in der Katholischen Akademie Mülheim "Die Wolfsburg" teilnehmen. Unter der Überschrift "Vergangenheit, die nicht vergeht - 
Warum und wie die Shoah heute erinnern?" wird Prof. Henrix zusammen mit Dr. Katarina Bader und Johannes Kuhn zum Film "Der Dachdecker von Birkenau" diskutieren. Die Veranstaltung wird von Dr. Jens Oboth (Dozent der Wolfsburg) geleitet.

Bei Interesse, klicken Sie bitte hier

Mitwirkung bei der dritten katholisch-jüdischen Konferenz für junge Führungskräfte (3. Juli 2014):


In Berlin fand vom 30. Juni bis 3. Juli 2014 die „Young Leadership Conference“ der Vatikanischen Kommission für die religiösen Beziehungen zu den Juden und des Internationalen jüdischen Komitees für interreligiöse Konsultationen - in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung - statt. Es nahmen je 25 jüdische und katholische junge Führungskräfte daran teil. Sie kamen aus Argentinien, Bosnien, Brasilien, Deutschland, England, Israel, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Ukraine, Ungarn und den Vereinigten Staaten. Sie befassten sich u.a. mit der Rolle der Religion in der Zivilgesellschaft, mit aktuellen Tendenzen des Antisemitismus, aber auch mit Verfolgungen von Christen und Anschlägen auf Kirchen sowie mit Beiträgen der Religionsgemeinschaften zur friedvollen Koexistenz. Prof. Henrix referierte zum Thema der Vertiefung des Dialogs und Intensivierung der Kommunikation. Sein Korreferent war Rabbiner Dr. Daniel Polish aus New York.


Mitwirkung bei zwei Forschungskolloquien (26. April 2014):


Im Blick auf das nächstjährige 50-jährige Jubiläum der Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen „Nostra Aetate“ haben zwei katholisch-theologische Fakultäten im deutschsprachigen Bereich Forschungskolloquien durchgeführt. Ihr Anliegen war, den Stand und Fortgang der theologischen Arbeit zur Beziehung der Kirche zum Judentum seit dem Konzil zu vergegenwärtigen und zu würdigen. Die Bonner Fakultät stellte ihr Kolloquium vom 10./11. März unter das Thema „Nostra Aetate 4. Eine bleibende Irritation für die theologischen Disziplinen?“. Und die Katholisch-theologische Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz hatte einen größeren Kreis von Theologinnen und Theologen gebeten, bei ihrem Kolloquium vom 4./5. April 2014 zum Thema „Der jüdisch-christliche Dialog verändert(e) die Theologie. Ein Paradigmenwechsel aus ExpertInnensicht“ aus der Perspektive ihres jeweiligen Fachs Stellung zu beziehen. Prof. Henrix wirkte bei beiden Kolloquien mit. Beim Grazer Kolloquium hielt er das Referat, das für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich war und der Fragestellung galt: „Kirche ohne Judentum? Eine Vergewisserung zur Präsenz des Jüdischen in der Ökumenischen Theologie“.


Verabschiedung als Konsultor (19. Februar 2014):

Aufgabe des Konsultors der Vatikanischen Kommission für die religiösen Beziehungen zu den Juden weitergegeben


Katholisch.de meldet: „Papst Franziskus hat am Mittwoch mehrere Personalentscheidungen getroffen. So ist der deutsche Theologieprofessor Gregor Maria Hoff (50) zum Berater in der päpstlichen Kommission für die Beziehungen zum Judentum ernannt worden. Der aus Mönchengladbach stammende Hoff lehrt Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie an der Universität Salzburg.

Seine wissenschaftliche Laufbahn begann er in Bonn. Für die Deutsche Bischofskonferenz ist er bereits Berater der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum. Hoff ist verheiratet und hat zwei Kinder. In der Kommission für die Beziehungen zum Judentum tritt Hoff an die Stelle des Aachener Theologen und früheren Akademiedirektors Hans Hermann Henrix (72). Präsident der Kommission ist der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch (63), Leiter des Päpstlichen Einheitsrates. Sekretär ist der deutsche Salesianerpater Norbert Hofmann… (luk/KNA)“

Henrix hat die Aufgabe des Konsultors seit 2003 innegehabt und schlug 2013 den Verantwortlichen der Vatikankommission vor, für die nächste Periode einen jüngeren Theologen zu ernennen.

Gesprächskreis „Juden und Christen“ (09. Februar 2014):

Mandat im Gesprächskreis „Juden und Christen“ beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken verlängert

Das Präsidium des Zentralkomitees der deutschen Katholiken hat die Weiterführung des Gesprächskreises „Juden und Christen“ für eine weitere Amtsperiode bis Herbst 2017 beschlossen und Professor Henrix erneut um seine Mitarbeit gebeten. Der Gesprächskreis ist seit Jahrzehnten im internationalen Kontext das einzige Gremium, in dem jüdische und katholische Frauen und Männer in kontinuierlichem Austausch stehen und zu grundlegenden und aktuellen theologischen Themen gemeinsam Stellung beziehen.

Interview zum "Tag des Judentums" (16. Januar 2014):

Interview zum „Tag des Judentums“ im Radio Stephansdom, Wien

Zum „Tag des Judentums“ am 17. Januar 2014 strahlt das Radio Stephansdom, Wien ein Interview mit Prof. Hans Hermann Henrix aus. Gemäß dem Anliegen dieses Tages, der von den Kirchen Italiens, Polens, der Niederlande und Österreichs begangen wird, betont Henrix in dem Interview die jüdischen Wurzeln christlicher Spiritualität. Das Interview, das vom Radio Stephansdom 107.3 am Freitag, 17. Januar, um 19.00 Uhr ausgestrahlt wird, kann zwei Wochen lang im Internet nachgehört werden.

Hier direkt zum Interview

Die Kirchen und das Judentum (Dezember 2013):

Digitaler Band III von „Die Kirchen und das Judentum“ in fortlaufender Ergänzung

Die Beziehung der Kirchen zum Judentum hat sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts grundlegend verändert. Dies drückte sich nicht zuletzt in einer Vielzahl von Dokumenten und Erklärungen von offiziellen und halboffiziellen Stellen kirchlicher Institutionen aus. Dokumentiert und zugänglich sind die entsprechenden Texte in den beiden Bänden „Die Kirchen und das Judentum. Band I: Dokumente von 1945 -1985; Band II: Dokumente von 1986-2000“, welche Hans Hermann Henrix mit Rolf Rendtorff bzw. Wolfgang Kraus herausgegeben hat. Die Verlautbarungen seit dem Jahr 2000 in gebündelter Form zu dokumentieren und in übersichtlicher, einheitlich aufbereiteter und chronologischer Weise zu präsentieren, ist das Anliegen der Homepage der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Bonn
Die Dokumente aus katholischer Feder sind dort weithin abrufbar. Texte aus anderen Kirchen sowie jüdische Texte sollen später folgen.

Neuerscheinung (November 2013):

Neuerscheinung zu den Schriften von Rabbiner Prof. Dr. Michael A. Signer (1945-2009)

Gemeinsam mit den Berliner Professoren Rainer Kampling (Freie Universität) und Peter von der Osten-Sacken (Humboldt-Universität) hat Prof. Henrix einen Sammelband mit den wichtigsten Aufsätzen zur Theorie und Praxis des jüdisch-christlichen Dialogs von Michael A. Signer herausgegeben. Rabbiner Signer hatte den Lehrstuhl für jüdisches Denken und jüdische Kultur an der katholischen Notre Dame University in South Bend/Indiana inne. Er beteiligte sich intensiv am internationalen jüdisch-christlichen Dialog, galt als Autorität nicht nur im amerikanischen Dialog und war ein gern gesehener Gastreferent in Berlin und Aachen. Der Sammelband, der soeben in der Reihe der „Studien zu Kirche und Israel“ des Berliner Instituts Kirche und Judentum als Band 29 herausgekommen ist, enthält viele Beiträge von Rabbiner Signer erstmals in deutscher Sprache. Zur Bestellung hier klicken

"Guter Dialog in Spanien" (Oktober 2013):

So urteilt die internationale Presse das Treffen des Internationalen katholisch-jüdischen Verbindungskomitees vom 13. bis 17. Oktober 2013 in Madrid

Das Treffen des internationalen katholisch-jüdischen Verbindungskomitees, an dem Prof. Henrix als Konsultor der Vatikanischen Kommission für die religiösen Beziehungen zu den Juden teilnahm, erfuhr ein freundliches internationales Echo. „Die Herausforderungen des Glaubens in der modernen Gesellschaft“ war das Rahmenthema der Beratungen. Es wurden die Folgen der Moderne für Glaube und Religion diskutiert. Die Herausforderungen wurden aber auch mit ausdrücklichenreligiösen und ethischen Perspektivenbedacht wie auch von den neuen politischen Realitäten besonders im Nahen Osten her pointiert. Eigene Aufmerksamkeit erfuhren die speziellen Themen der katholisch-jüdischen Beziehungen in Spanien und der Beziehungen Israels zum Heiligen Stuhl. Prof. Henrix hatte gemeinsam mit Martin Budd von der Anti-Defamation-League die Arbeitsgruppe zu Anzeichen für das Ansteigen des Antisemitismus zu moderieren. Auffällig war eine ganze Reihe jüdischer Diskussionsbeiträge, welche das unkomplizierte, ja freundschaftliche Verhältnis von Papst Franziskus zum jüdischen Volk rühmten und ihre Freude darüber bekundeten. Dabei zitierten sie gerne die mehrfache Äußerung des Papstes: „Aufgrund unserer gemeinsamen Wurzeln kann ein Christ nicht antisemitisch sein!“. Und bei der Analyse der Herausforderungen von Glaube und Religion im Nahen Osten kam es zu dem nachdenklich machenden Befund eines jüdischen Delegationsmitglieds: „Die Christen sind die neuen Juden im Nahen Osten heute“. Ein Bericht mit Bildgalerie finden sie hier

Mitwirkung (08. Oktober 2013):

Mitwirkung beim Universitätslehrgang „Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess“ im Januar 2014 in Salzburg

Nach seiner Lehrverpflichtung als Gastprofessor des Zentrums Theologie Interkulturell und Studium der Religionen an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Salzburg im Sommersemester 2013 wird Prof. Henrix erneut in Salzburg lehren. Gemeinsam mit Rabbiner Dr. Tovia Ben-Chorin wird er im Januar 2014 beim Universitätslehrgang „Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess“ in St. Virgil Salzburg mitwirken und das Seminar zum Judentum bestreiten. Der Lehrgang wird gemeinsam von der Universität Salzburg, der Kirchliche-Pädagogische-Hochschule-Edith Stein Salzburg und St. Virgil Salzburg angeboten. Nähere Informationen hier

Teilnahme (08. Oktober 2013):

Teilnahme am Jahrestreffen des Internationalen katholisch-jüdischen Verbindungskomitees vom 15. bis 18. Oktober 2013 in Madrid

Auf Einladung von Kardinal Kurt Koch, Präsident der Vatikanischen Kommission für die religiösen Beziehungen zu den Juden, nimmt Prof. Henrix als Mitglied der Vatikanischen Delegation am Jahrestreffen des Internationalen katholisch-jüdischen Verbindungskomitees vom 13. bis 16. Oktober 2013 in Madrid teil. Die Beratungen stehen unter dem Rahmenthema der Herausforderungen von Glauben in den Gesellschaften der Gegenwart. Die Mitglieder des Verbindungskomitees werden u.a. Toledo und sein historisches jüdisches Viertel besuchen.

Gastprofessur (04. Dezember 2012):

Im Sommersemester 2013 an der Theologischen Fakultät zu Salzburg


Die theologische Fakultät der Paris-Lodron-Universität Salzburg hat Prof. Henrix für das Sommersemester 2013 eine Gastprofessur übertragen. Er wird dort die Vorlesung „Christus im Spiegel anderer Religionen“ übernehmen und ein Konversatorium „Interreligiöse Begegnung praktisch“ durchführen. Beide Lehrveranstaltungen gehören zum Lehrangebot des Fakultätszentrums „Theologie interkulturell und Studium der Religionen“. Dieses Zentrum widmet sich der Forschung zu den Spannungsfeldern und Wechselwirkungen der Religionen, Kulturen und Identitäten. Eine Leitgestalt für dieses Forschungsfeld ist Kardinal Franz König (1905-2004), der von 1948 bis 1952 an der Salzburger Theologischen Fakultät lehrte.

Lehrverpflichtung (04. Dezember 2012):

An der Autonomen Hochschule in der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien im Sommersemester 2013


Die Autonome Hochschule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens wurde 2005 gegründet. Sie bietet auf Hochschulebene drei Studiengänge in zwei Fachbereichen an. Das Studium zum Lehramt an Primarschulen bietet eine Ausbildung in Katholischer Religion an. Prof. Henrix wird im Sommersemester das Modul „Interreligiöse Kommunikation“ verantworten.

Nähere Informationen zu der Veranstaltung finden sie demnächst unter der Rubrik "Lehre".

Berufung (16. August 2012):

Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat des Salzburger Zentrums Theologie Interkulturell und Studium der Religionen


Prof. Henrix ist zum Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Zentrums Theologie Interkulturell und Studium der Religionen der Katholisch Theologischen Fakultät Salzburg berufen worden. Das Zentrum steht für einen Schwerpunkt der Salzburger Fakultät. Seine Forschung und Lehre sind in der Fakultät fest verankert. Alle Studierenden der Fakultät haben sich mit Themen der „Theologie Interkulturell und Studium der Religionen“ auseinanderzusetzen. Zu den Angeboten des Zentrums gehören neben jährlichen Gastprofessuren, wissenschaftlichen Tagungen und Publikationen u.a. der Universitätslehrgang „Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess“ und die Bemühung, die Kontakte mit wissenschaftlichen Institutionen in Afrika, Asien, Nord- und Südamerika auszubauen.

Radio-Interview (03. August 2012):

Radio-Interview zum Antisemitismus und zur aktuellen Beschneidungsdiskussion


Der Westdeutsche Rundfunk beleuchtet in seiner Sendeserie „Jüdisches Leben in NRW" regelmäßig Aspekte des jüdischen Lebens im Land. Er berichtet über Erfahrungen und Entwicklungen in jüdischen Gemeinden und erläutert jüdische Traditionen wie koscheres Essen und gottesdienstliche Zusammenkünfte. Seine Sendeserie befasst sich aber auch mit den Nachwirkungen des Antisemitismus im Dritten Reich und den gegenwärtigen anti-jüdischen Tendenzen in der Gesellschaft. So interviewte er für seine WDR 5-Sendung vom 3. August 2012 Hans Hermann Henrix zum Antisemitismus und zur aktuellen Beschneidungsdiskussion.

Hier geht es zum Interview

Neuerscheinung (16. Juli 2012):

In der Reihe "Topos Taschenbücher" ist soeben erschienen:


Zuspruch aus fremden Quellen. Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Judentum und Christentum

Kurzbeschreibung der Neuerscheinung durch den Klappentext:

In diesem Band spiegelt sich die jahrzehntelange Erfahrung des Autors im Christlich-Jüdischen Dialog. Seine Begegnungen mit den bedeutendsten Repräsentanten versteht er als „Zuspruch aus fremden Quellen“ (Edith Stein), der die Gesprächspartner in ihrer Verschiedenheit bereichert, inspiriert und verbindet. Wie von selbst ergibt sich dabei ein Panorama der Themen, Fragen und Probleme, die den christlich-jüdischen Dialog prägen und bewegen.

In derselben Reihe der „Topos Taschenbücher“ ist auch das Buch erschienen: Judentum und Christentum – Gemeinschaft wider Willen.

Neuerscheinung (Juni 2012)

Am 13. Juni 2012 wurde in der Ungarischen Botschaft zu Berlin die deutsch-ungarische Publikation vorgestellt:

Hans Hermann Henrix/Ferenc Holczer (Hg.) Perspektiven der Politik und Religion zur Versöhnung zwischen Ungarn und Slowakei/ A politika és a vallás perspektívái Magyarország és Szlovákia megbékélésében

Die zweisprachige deutsch-ungarische Publikation in der Reihe „Europäischer Dialog der Adalbert-Stiftung“ dokumentiert ein Kolloquium der Adalbert-Stiftung, das auf eine in Europa kaum beachtete Geste aufmerksam macht: den Austausch der Briefe der Versöhnung zwischen den ungarischen und slowakischen Bischöfen während eines festlichen Gottesdienstes am 29. Juni 2006 in der Basilika von Esztergom. Die ungarischen Bischöfe bitten darin um Verzeihung für alle wegen nationaler, sprachlicher und kultureller Zugehörigkeit begangenen Untaten. Die slowakischen Bischöfe nehmen diese Geste positiv auf und wollen auf die von Konflikten geprägte Periode der slowakisch-ungarischen Geschichte mit einer Reinigung des Gedächtnisses zurückblicken.

Diese Geste von Verständnis und Versöhnung war in eine politische Lage hineingesetzt worden, in der die Spannungen im slowakisch-ungarischen Verhältnis zugenommen hatten. Das Kolloquium versuchte einen Beitrag des Nachdenkens und Austauschs mit herausragenden Persönlichkeiten der Kirchen und der Politik. Die Dokumentation hat in der gegenwärtigen Entwicklung ihre Aktualität behalten: In Ungarn ist eine politische Entwicklung in Gang, die in Europa mit Sorge verfolgt wird. Mit der Dokumentation werden dem deutschen Publikum ungarische und slowakische Stimmen nahe gebracht werden, die auf eine konflikthafte Situation konstruktiv einzuwirken versuchen und Vertrauen verdienen.